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Bewährte Rebsorten
Wine Art Estate Techni Alipias Rotwein
Alpha Estate Xinomavro Single Vineyard Hedgehog
Cavino ena Merlot Ausverkauft
Dolce&Gabbana Donnafugata Tancredi
Kir-Yianni Dyo Elies
Porto Carras Syrah 2009
Ktima Dyo Ypsi Monologos
Ktima Gerovassiliou Avaton
Ktima Gerovassiliou Rotwein
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Cantina Tollo Mo Riserva Montepulciano D‘Abruzzo
Cavino ena Syrah Ausverkauft
Kir-Yianni Diaporos
Die Grundlage: dunkle Trauben als Voraussetzung für Rotwein
Rotwein entsteht ausschließlich aus Rebsorten mit dunkel pigmentierten Beerenschalen. Das Fruchtfleisch der meisten roten Trauben ist nahezu farblos; Farbe, Struktur und Gerbstoffe stammen fast vollständig aus den Schalen. Erst der gezielte Kontakt von Saft und festen Bestandteilen während der Gärung macht aus Traubenmost einen roten Wein.
Entscheidend sind dabei die Anthocyane, die für die Farbgebung verantwortlich sind, sowie die Tannine, die Struktur und Lagerfähigkeit prägen. Beide Stoffgruppen werden erst im Verlauf der alkoholischen Gärung extrahiert.
Von der Lese zur Maische: der Beginn der Vinifikation
Die Traubenlese für Rotwein erfolgt in der Regel bei fortgeschrittener physiologischer Reife. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis von Zucker, Säure, Aromavorstufen und phenolischer Reife. Nach der Ernte werden die Trauben entrappt und leicht angequetscht. Es entsteht die sogenannte Maische – ein Gemisch aus Saft, Schalen und Kernen.
Diese Phase ist entscheidend für die spätere Stilistik des Weins, da hier die Grundlage für Farbe, Textur und Aromatik gelegt wird.
Maischegärung: das Herzstück der Rotweinbereitung
Während der Gärung steigen die festen Bestandteile an die Oberfläche und bilden den Tresterhut. Durch regelmäßiges Unterstoßen oder Überpumpen wird dieser wieder in den gärenden Most eingearbeitet. Dieser Prozess steuert gezielt die Extraktion von Farbe, Tanninen und Aromastoffen.
Die Gärtemperaturen bewegen sich – je nach gewünschtem Stil – meist zwischen 24 und 30 °C. Fruchtbetonte, früh trinkbare Rotweine werden oft kürzer und kühler vergoren, während strukturreiche, langlebige Weine längere Maischestandzeiten und höhere Temperaturen aufweisen. Diese können von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen reichen.
Malolaktische Gärung: Feinjustierung von Struktur und Balance
Nahezu alle Rotweine durchlaufen im Anschluss den biologischen Säureabbau. Dabei wird die kantige Apfelsäure in weichere Milchsäure umgewandelt. Dieser natürliche Prozess verleiht dem Wein mehr Geschmeidigkeit, rundet das Mundgefühl ab und erhöht zugleich die mikrobiologische Stabilität.
Ausbau und Reife: Edelstahl, Beton oder Holz
Nach Abschluss der Gärung entscheidet der Ausbau maßgeblich über Stil und Charakter:
•Edelstahltanks bewahren Frische und Primärfrucht
•Betonbehälter fördern eine sanfte Mikrooxidation und präzise Textur
•Große Holzfässer oder Barriques verleihen Tiefe, Struktur und zusätzliche aromatische Dimension
Holz beeinflusst nicht nur das Aromenspektrum, sondern auch die Tanninstruktur. Eine anschließende Flaschenreife ist vor allem bei hochwertigen Rotweinen essenziell und vollendet das Gesamtbild.
Warum Rotwein rot ist
Die Farbe eines Rotweins entsteht ausschließlich durch die Extraktion der Farbstoffe aus den Beerenschalen während der Maischegärung. Je nach Rebsorte, Maischestandzeit und Ausbau reicht das Farbspektrum von hellem Rubin über Purpur bis zu tiefem Granat. Der Saft allein wäre in den meisten Fällen farblos.
Typische sensorische Merkmale von Rotwein
Rotwein zeichnet sich durch ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus:
•Tanninstruktur: von seidig bis markant, entscheidend für Mundgefühl und Reifepotenzial
•Aromatik: rote und dunkle Früchte, Gewürze, Kräuter, florale Noten sowie Reifearomen wie Leder oder Tabak
•Körper: abhängig von Rebsorte, Herkunft und Ausbau
•Säure: zentral für Frische und Balance
•Alkoholgehalt: meist zwischen 12,5 und 15 Vol.-%
Erst das Zusammenspiel dieser Komponenten definiert die Qualität eines Rotweins.
International prägende Rebsorten
Zu den weltweit bedeutendsten roten Rebsorten zählen:
•Cabernet Sauvignon – strukturiert, tanninreich, schwarzfruchtig
•Merlot – weicher Stil, reife rote Frucht, zugänglich
•Syrah / Shiraz – würzig, pfeffrig, dunkelbeerig
•Pinot Noir / Spätburgunder – filigran, terroirgeprägt
•Tempranillo – vielseitig, holzaffin, Spaniens Leitsorte
•Sangiovese – kirscharomatisch, lebendige Säure
•Nebbiolo – straffe Tannine, großes Reifepotenzial
Diese Sorten prägen sowohl klassische europäische Regionen als auch die Weine der Neuen Welt.
Historische Wurzeln und globale Verbreitung
Die ältesten Nachweise von Weinherstellung stammen aus dem Südkaukasus, insbesondere aus dem heutigen Georgien und dem Zagros-Gebirge. Archäologische Funde belegen eine mehrere Jahrtausende alte Tradition der Weinbereitung.
Heute ist Rotwein weltweit zu Hause – von den historischen Zentren Europas bis nach Nord- und Südamerika, Australien, Südafrika und Neuseeland. Klima, Böden und kulturelle Prägung formen jeweils eigenständige Stilistiken.
Was Rotwein einzigartig macht
Rotwein vereint drei zentrale Eigenschaften:
•Struktur und Tiefe durch Tannine
•Hohe Lagerfähigkeit bei Spitzenqualitäten
•Kulturelle Bedeutung als Teil der Wein- und Genussgeschichte
Diese Kombination erklärt seine besondere Stellung innerhalb der Weinwelt.
Aktuelle Entwicklungen im Rotweinsegment
Der internationale Rotweinmarkt befindet sich im Wandel. Prägende Trends sind:
•Frischere, elegantere Stile mit moderatem Alkohol
•Stärkerer Fokus auf Herkunft und Terroir
•Reduzierter Holzeinsatz
•Zunehmende Bedeutung naturnaher Bewirtschaftung
•Wiederentdeckung autochthoner Rebsorten
Authentizität und Präzision stehen heute klar im Vordergrund.
Griechischer Rotwein – autochthone Rebsorten und moderne Stilistik
Charakteristische Rebsorten Griechenlands
Xinomavro
Strukturbetont, säurestark und langlebig. Aromen von roten Früchten, Kräutern, Tomatenblatt und Oliven. Oft mit Nebbiolo verglichen.
Agiorgitiko
Die Leitsorte des Peloponnes. Weiche Tannine, dunkle Frucht, vielseitig von frisch bis barriquegeprägt.
Mavrodaphne
Traditionell süß, zunehmend trocken vinifiziert. Tiefdunkel, würzig, kraftvoll.
Weitere autochthone Sorten wie Liatiko, Mandilaria, Mavrotragano und Limnio erweitern das stilistische Spektrum.
Bedeutende Regionen für griechischen Rotwein
•Naoussa – Xinomavro in strukturierter, langlebiger Ausprägung
•Amyndeon – kühles Klima, elegante und präzise Stile
•Nemea – Agiorgitiko in großer stilistischer Bandbreite
•Patras & Ionische Regionen – moderne Interpretationen der Mavrodaphne
•Kreta – würzige, mediterrane Rotweine aus Liatiko
Prägende Erzeuger und moderne Handschrift
Winzer wie Kir-Yianni, Alpha Estate, Boutari, Gaia und Skouras verbinden autochthone Rebsorten mit zeitgemäßer Kellertechnik. Ihr Fokus liegt auf Herkunft, Balance und internationaler Stilistik – ein Ansatz, der griechischen Rotwein heute weltweit sichtbar macht.