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Was meint man mit „gereiftem Wein“?
Unter einem gereiften Wein versteht man einen Wein, der nach der Abfüllung mehrere Jahre – teils Jahrzehnte – unter optimalen Bedingungen lagern durfte und dabei sensorisch gewachsen ist. Die meisten Weine sind auf frühen Genuss hin vinifiziert. Nur ein kleinerer Teil besitzt die baulichen Voraussetzungen (Säure, Tannin, Extrakt), um sich positiv zu verändern.
Man unterscheidet:
•Reifung vor der Füllung – etwa im Holzfass, wo Mikrooxidation und Holzeinfluss Struktur verleihen.
•Flaschenreife – die stille, langsame Phase im Dunkeln, in der sich Aromatik und Textur neu ordnen.
Entscheidend: Reife ist kein Selbstzweck. Ein Wein ist nicht „gut“, nur weil er alt ist. Er ist gut, wenn er besser geworden ist.
Warum gereifter Wein so eigenständig wirkt
Ein gereifter Wein ist kein später Snapshot eines jungen Weins, sondern ein anderer Aggregatzustand desselben Materials. Mit der Zeit werden Primäraromen (frische Frucht, Blüten, Zitrus) leiser, dafür treten tertiäre Noten hervor – Tabak, Waldboden, Leder, getrocknete Früchte, Honig, Wachs, manchmal auch balsamische und würzige Facetten. Das Bouquet wird breiter, weniger dekorativ, dafür charaktervoller.
Parallel verändert sich die Textur: Junge, kantige Tannine polymerisieren und wirken feiner, runder, taktil angenehmer. Gerade bei ehemals straffen Rotweinen – Bordeaux, Barolo, Rioja gran reserva, strukturierten Blaufränkisch – zeigt sich hier der Sinn der Lagerung: Schärfe wird zu Linienführung.