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Montezovo Lugana DOC
Herkunft & Lage
Monte Zovo ist in Caprino Veronese beheimatet, einem Ort, der geografisch wie strategisch zwischen Gardasee und den höheren Lagen des Monte-Baldo-Massivs liegt. Von hier aus bewirtschaftet die Familie Cottini drei klar getrennte, aber komplementäre Anbauzonen, die den Stil des Hauses prägen:
Caprino Estate – Höhe und Kalk
Die Lagen nahe des Monte Baldo reichen bis auf ca. 450 Meter Seehöhe. Moränische, kalkhaltige Böden, gute Durchlässigkeit und ein kühleres Höhenklima schaffen ideale Voraussetzungen für strukturierte, spannungsreiche Weine. Die Höhenlage verzögert die Reife, erhält die Säure und bringt Klarheit in die Aromatik – ein wichtiges Element für die Rotweine, aber auch für Weißweine mit Anspruch.
Le Civaie Estate – Lugana-Kompetenz südlich des Gardasees
Südlich des Sees, im Kerngebiet des Lugana, stehen die Reben auf hellen Ton- und Lehmböden. Diese Böden speichern Wasser, bringen aber gleichzeitig eine gewisse Straffheit und Salzigkeit ins Profil – ein klassisches Setting für Turbiana (Trebbiano di Lugana). Monte Zovo nutzt diese Lage, um einen Weißweinstil zu erzeugen, der nicht nur auf Frucht, sondern auch auf Textur und Mineralität abzielt.
Tregnago Estate – Valpolicella im Osten
Im östlichen Valpolicella, zwischen den Tälern Illasi und Mezzane, wachsen Corvina und Corvinone auf steinigeren, ärmeren Hängen. Diese Zone ist prädestiniert für Trauben, die sich für Appassimento eignen: kleine Beeren, gute Belüftung, gesundes Lesegut. Hier entstehen die Grundweine für Ripasso, Amarone und interpretierte IGT-Weine wie den Calinverno.
Diese Dreiteilung ist kein Selbstzweck, sondern die Basis dafür, dass Monte Zovo sowohl klassische, regionale Herkunft (Lugana, Valpolicella) als auch ambitionierte, höhengeprägte Stilistiken aus einem Guss anbieten kann.
Terroir & Klima
Das Klima ist von zwei polarisierenden Faktoren bestimmt: dem regulierenden Einfluss des Gardasees und der abkühlenden Wirkung der Voralpen. Tag-Nacht-Amplituden sorgen für langsame physiologische Reife, was wiederum die Aromenentwicklung fördert.
Moränische Kalkböden, tonige Lugana-Parzellen und steiniges Valpolicella-Terrain liefern jeweils andere mineralische Signaturen. Genau dieses Nebeneinander ist ein Vorteil: Das Weingut kann Frische, Fülle und Reife nicht im Keller konstruieren, sondern direkt aus den Lagen holen. Die stilistische Konstante lautet: Balance statt Überreife.
Rebsorten & Lese
Monte Zovo bewirtschaftet rund 140 Hektar, und das durchgehend nachhaltig – dokumentiert durch die Zertifizierung „Biodiversity Friend“.
Die Sortenverteilung folgt der Herkunft:
•Valpolicella: Corvina, Corvinone, Rondinella, ergänzt durch kleinere Anteile von Molinara, Croatina und in einzelnen Fällen Cabernet Sauvignon.
•Lugana: Turbiana als Leitsorte, mit klarem Fokus auf Herkunftscharakter und nicht nur auf Primärfrucht.
Die Lese erfolgt überwiegend von Hand und zieht sich – je nach Höhenlage und Sorte – von Ende August bis in den November hinein. Für Spitzenweine bleiben die Trauben länger am Stock, um natürliche Konzentration zu erreichen. Diese konsequente Selektion ist eine Voraussetzung für saubere Appassimento-Weine ohne oxidativen Beigeschmack.
Die Handschrift der Familie Cottini
Die Familie führt den Betrieb inzwischen in dritter Generation:
•1925 legte Carlo Cottini den Grundstein.
•In den 1960er-Jahren positionierte Raffaello Cottini den Betrieb klar im Weinbau.
•Heute verantworten Diego und Annalberta Cottini gemeinsam mit den Söhnen Michele (Önologie) und Mattia.