Schmaler Weg zwischen Reben, Sonnenlicht zeichnet weiche Muster auf den staubigen Boden.

Makedonien

Die nordgriechische Region rund um Thessaloniki und das zentrale Festland Griechenlands („Sterea Ellada“) zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig griechischer Wein heute sein kann.

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                    Ktima Kir-Yianni Assyrtiko The North

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                      Alpha Estate Ecosystem Chardonnay Single Block “Tramonto” Ausverkauft

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                      Kechris Winery Kechribari Retsina

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                        Kechris Tear of the Pine Retsina

                        €18,90
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                          Alpha Estate Alpha One

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                              Verfügbar in 1 jahrgang

                                Terroir im Überblick

                                Makedonien – Kontinentale Frische aus dem Norden

                                Der hohe Norden Griechenlands arbeitet mit Bedingungen, die man eher aus mitteleuropäischen Berglagen kennt als vom Mittelmeer: kalte Winter, klar abgegrenzte Sommer, deutliche Tag-Nacht-Amplituden und oft Weinberge über 600 m Höhe. Besonders in Amyndeon liegen viele Parzellen auf 620–710 m – das ist eine der kühlsten Weinbauzonen des Landes. Diese Höhenlage sorgt für eine lange Vegetationsperiode, stabile Säurewerte und ein kontrolliertes Aromabild.

                                Die Böden sind häufig kalkhaltig und sandig-lehmig, stellenweise mit vulkanischen Einschlüssen. Sie sind gut drainiert und zwingen die Rebstöcke zu einer tieferen Durchwurzelung. Das Ergebnis sind Trauben, die nicht „aufgeblasen“, sondern präzise reif werden – ideal für Sorten, die Spannung und straffe Tannine brauchen. In Naoussa und Goumenissa kommen Hanglagen mit steinigem Untergrund hinzu, was den Weinen zusätzliche Struktur und Griffigkeit verleiht.

                                Zentralgriechenland (Sterea Ellada) – Warm, aber nicht eindimensional

                                Das Festland zwischen Attika, Böotien und bis zur Atalanti-Bucht ist grundsätzlich wärmer und zum Teil mediterran beeinflusst. Trotzdem wäre es falsch, die Region pauschal als „heiß“ zu bezeichnen. Küstenbrisen, Höhenzüge und kleinteilige Mikroklimata öffnen ein weites stilistisches Fenster: vom klassischen Savatiano aus Attika über mineralische Weißweine bis hin zu internationalen Rotweincuvées. Die Böden wechseln von kalkreich bis steiniger, teils stärker mineralischer Prägung – eine gute Basis für Betriebe, die differenziert arbeiten wollen.

                                Gerade in Zentralgriechenland zeigt sich: Die Region ist kein monolithischer Herkunftsraum, sondern eine Spielfläche für Betriebe, die ihr Terroir lesen können und sowohl heimische als auch internationale Rebsorten sauber vinifizieren.

                                Rebsorten, Lesezeitpunkte und stilistische Ausrichtung

                                Autochthon in Makedonien – Xinomavro als Maßstab

                                Die Leitfigur des Nordens ist Xinomavro. Kaum eine andere griechische Rotweinsorte verbindet so konsequent hohe Säure, kerniges Tannin und aromatische Eigenständigkeit. In Naoussa, Amyndeon und Goumenissa wird sie meist Mitte September bis Anfang Oktober gelesen; in warmen Jahren beginnt die Lese bereits früher. Die Sorte braucht reifes Lesematerial und eine sehr bewusste Kellerarbeit, weil sie sonst kantig bleibt. Im Idealfall zeigt Xinomavro Aromen von getrockneter Tomate, Olivenblatt, mediterranen Kräutern und roten Früchten – ein Profil, das international wiedererkennbar ist.

                                In Goumenissa tritt Negoska als Partner auf. Sie füllt die Gerbstoffstruktur von Xinomavro weicher aus und sorgt für mehr Fülle im mittleren Gaumen – ohne die regionale Signatur aufzugeben. Weißseitig ist Makedonien auch ein wichtiger Schauplatz für Malagousia, die hier durch frühe Lese (Ende August, Anfang September) in Richtung eleganter, floraler Weißweine interpretiert wird.

                                Autochthon in Zentralgriechenland – Savatiano

                                In Sterea Ellada dominiert Savatiano. Lange Zeit unterschätzt, zeigt die Sorte heute, dass sie – bei Ertragskontrolle und moderner Vinifikation – klare, ruhige Weißweine mit regionaler Identität liefern kann. Die Lese findet meist im August bis Anfang September statt. Daneben treten Sorten wie Roditis oder Assyrtiko auf, letztere oft als bewusst gesetzter Akzent.

                                Besonders spannend: regionale Raritäten wie Mouchtaro (vor allem Böotien) oder Vradiano (Evia). Beide haben kleine Flächen, werden aber zunehmend ernsthaft kultiviert, weil sie eigenständige, teils würzige, teils rotfruchtige Weinstile ermöglichen – ein Pluspunkt für Betriebe, die sich über Individualität statt über Volumen definieren wollen.

                                Internationale Sorten

                                Sowohl in Makedonien als auch in Zentralgriechenland sind Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Chardonnay und Sauvignon Blanc längst etabliert. In höheren Lagen können diese Sorten erstaunlich kühl und fokussiert ausfallen. Früh gelesene Weißweine starten bereits im August, kräftigere Rotweine reichen bis in den September hinein. Entscheidend ist, dass die besten Betriebe die internationalen Sorten nicht einsetzen, um „französisch“ zu wirken, sondern um das Repertoire zu erweitern und cuvée-fähig zu bleiben.

                                Was die Weine sensorisch unterscheidet

                                Makedonien – Struktur, Säure, Lagerfähigkeit

                                Gerade Xinomavro aus Naoussa oder Amyndeon zeigt, warum der Norden als seriöse Rotweinherkunft gilt: Die Weine haben Spannung, bleiben auch nach Jahren frisch und entwickeln eine komplexe, leicht mediterrane Würze. Die Höhenlage sorgt dafür, dass die Frucht nie breit wird. Wer nach griechischen Rotweinen mit internationaler Relevanz sucht, kommt an diesen Abfüllungen nicht vorbei.

                                Zentralgriechenland – Vielstimmigkeit und moderne Interpretation

                                Zentralgriechenland punktet weniger über einen einzigen stilistischen Leuchtturm, sondern über Bandbreite. Ein sauber vinifizierter Savatiano kann heute als seriöser, trockener Weißwein auftreten. Cuvées mit internationalen Sorten zeigen, dass das Festland nicht nur autochthon kann. Für Sommeliers und Fachhändler ist das interessant, weil sich so in einer Herkunft mehrere Preis- und Stilniveaus abbilden lassen – ohne die Region wechseln zu müssen.

                                Gemeinsame Nenner

                                Beide Regionen profitieren von kühlen Nächten und einer Vegetationsführung, die nicht auf Überreife setzt. Das unterscheidet sie von manchen klassischen mediterranen Herkünften. Moderne Kellertechnik – Temperaturkontrolle, saubere Pressung, selektive Lese – verbindet sich zunehmend mit einem neu erwachten Respekt vor heimischen Sorten. Das macht die Weine nicht nur technisch sauber, sondern auch fachlich spannend.

                                Herausragende Erzeuger und ihre Signale

                                Ktima Gerovassiliou (Epanomi, Makedonien)

                                Vangelis Gerovassiliou hat früh gezeigt, dass man griechische Sorten nicht museal, sondern zeitgemäß präsentieren kann. Rund 95 ha, eigenes Weinmuseum, klares Qualitätsverständnis – das ist ein Betrieb, der Verantwortung für Herkunftsprofil übernimmt und zugleich exportfähig bleibt.

                                Kir-Yianni (Naoussa & Amyndeon, Makedonien)

                                Gegründet 1997 von Yiannis Boutaris, später von Stellios Boutaris weiterentwickelt, ist Kir-Yianni eine der Adressen, die Xinomavro aus verschiedenen Lagen differenziert zeigen. Multi-Terroir-Ansatz, internationale Akzeptanz – ein echter Motor der modernen Nordgriechland-Entwicklung.

                                Alpha Estate (Amyndeon, Makedonien)

                                Ein Hochlagenbetrieb auf 620–710 m, technisch top ausgerüstet. Önologe Angelos Iatridis steht für präzise, zugleich charaktervolle Weine. Bemerkenswert: Hier funktionieren sowohl Xinomavro als auch internationale Sorten auf sehr gutem Niveau – das belegt das Potenzial der Höhenlagen.

                                Ktima Biblia Chora (Pangeon/Kavala, Ost-Makedonien)

                                Gegründet von Vangelis Gerovassiliou und Vassilis Tsaktsarlis, biologisch arbeitend, terroirbewusst und mit moderner Kellertechnik. Der Betrieb zeigt, dass Ost-Makedonien mehr kann als solide Regionallinien und dass ein klares Qualitätskonzept im Markt wahrgenommen wird.

                                Domaine Hatzimichalis (Zentralgriechenland)

                                Seit 1973 wird hier gezeigt, wie vielfältig Zentralgriechenland sein kann. Vier unterschiedliche Lagen, rund 220 ha, eine Range von heimisch bis international – das ist ein ideales Schaufenster dafür, dass Sterea Ellada keineswegs nur „Nebenregion“ ist, sondern stofflich mithalten kann, wenn konsequent gearbeitet wird.

                                Zwei Menschen stoßen im Weinberg mit Weinflaschen an und lächeln sich herzlich an.

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                                Träne der Olive