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Massolino Moscato d'Asti
Lage und Herkunft
Serralunga d’Alba zählt zu den geschichtsträchtigsten Dörfern des Barolo-Gebiets – ein Ort, an dem die Topografie, die Böden und das Klima in seltener Harmonie zusammenwirken. Die Weinberge des Weinguts Massolino liegen zwischen 250 und 360 Metern über dem Meeresspiegel und sind geprägt von kalkhaltigen, ton- und mergelreichen Böden. Diese geologische Basis sorgt für Weine mit markanter Struktur, Tiefe und außergewöhnlichem Alterungspotenzial.
Der Einfluss des kalkhaltigen Untergrunds verleiht den Barolos eine eindringliche Mineralität und Spannung, während der hohe Tonanteil für Dichte und Gerbstofffeinheit sorgt – die typische Signatur von Serralunga. Hier entstehen Weine, die Kraft und Balance zu vereinen wissen, ohne an Eleganz einzubüßen.
Das Terroir
Das Terroir von Massolino gehört zu den differenziertesten innerhalb der gesamten Barolo-Zone. Es vereint kalkige Mergel, eisenhaltige Lehmschichten und südöstliche Expositionen, die für die anspruchsvolle Nebbiolo-Traube nahezu ideale Bedingungen schaffen.
Die berühmten Einzellagen – Vigna Rionda, Margheria, Parafada, Parussi und Albesani – unterscheiden sich deutlich in Mikroklima, Bodentiefe und Hangneigung. Diese Vielfalt ermöglicht eine präzise Ausdifferenzierung der Stilistik: Während Vigna Rionda majestätische Tiefe und Reifefähigkeit bietet, zeigt Margheria geschliffene Tannine und Parussi eine feinere, beinahe seidige Aromatik.
Gemeinsam spiegeln sie das Spannungsfeld von Kraft und Finesse wider, das Serralunga einzigartig macht.
Rebsorten und Weinbau
Das Gut bewirtschaftet rund 23 Hektar Rebfläche, dominiert von Nebbiolo, ergänzt durch Barbera, Dolcetto, Chardonnay und Moscato. Die Lese erfolgt manuell, mit strenger Selektion im Weinberg – ein essenzieller Schritt, um die Qualität der Trauben zu sichern.
Im Keller setzt Massolino konsequent auf klassische Methoden: lange Maischestandzeiten, spontane Gärung und den Ausbau in großen Fässern aus slowenischer Eiche. Diese Vinifikationsweise bewahrt die Authentizität der Rebsorte und lässt das Terroir unverfälscht zum Ausdruck kommen.
Anstatt auf kurzlebige Trends zu reagieren, kultiviert das Weingut eine Haltung, die auf Geduld, Herkunftsbewusstsein und Handwerk basiert.
Philosophie und Stilistik
Massolino versteht Wein als Ausdruck von Kontinuität und Präzision. Während viele Betriebe in den 1990er-Jahren modernistische Wege gingen, blieb das Haus seiner Linie treu.
Die Weine stehen für Transparenz und Tiefe, nicht für Lautstärke. Im Glas zeigen sie präzise Frucht, feine Würze und eine Struktur, die sich über Jahre hinweg harmonisch entfaltet.
Der klassische Barolo DOCG des Hauses gilt als Musterbeispiel für Balance: spürbare Gerbstoffe, aber nie übermächtig; klare Frucht, getragen von kühler Mineralität. Diese Stilistik steht exemplarisch für den Anspruch, das Terroir nicht zu überformen, sondern es sprechen zu lassen.
Die Familie Massolino
Seit vier Generationen prägt die Familie Massolino den Barolo-Stil von Serralunga.
Giovanni Massolino, Gründer Ende des 19. Jahrhunderts, brachte als einer der ersten Elektrizität ins Dorf – ein Symbol für Fortschritt und Unternehmergeist.
Sein Sohn Giuseppe war Mitinitiator des Konsortiums zum Schutz der Weine von Barolo und Barbaresco im Jahr 1934 – ein Schritt, der die Qualitätsphilosophie der Region nachhaltig verankerte.
Heute führen Franco und Roberto Massolino das Erbe weiter. Sie kombinieren traditionelle Methoden mit gezielter Innovation, etwa präziser Weinbergsarbeit, nachhaltigen Anbaupraktiken und mikrobiologischer Kontrolle im Keller – stets im Dienste von Authentizität und Herkunft.