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Tenuta Luce Luce Ausverkauft
Tenuta Luce LaVite Lucente
Castagner Grappa Brunello di Montalcino
Castagner Grappa Barrique di Ciliegio Ausverkauft
Castagner 3 Anni Grappa Riserva
Anbaugebiete & Terroir – Wo Sangiovese seine Identität entfaltet
Auch wenn Sangiovese heute in vielen Regionen Italiens zu finden ist, bleibt die Toskana sein Referenzpunkt. Die Rebsorte reagiert sensibel auf Böden, Höhenlage und Mikroklima – deshalb unterscheiden sich Stilistik und Qualität je nach Herkunft oft deutlich.
Chianti Classico
In den Hügeln zwischen Florenz und Siena dominieren Galestro-Böden – ein brüchiger, schieferhaltiger Mergel. Er sorgt für gute Drainage und moderat nährstoffversorgte Reben. Das Ergebnis sind meist Weine mit:
•entscheidend für Mundgefühl, Reifepotenzial und Speisenbegleitung
•ausgeprägter Frische
•straffer Säurestruktur
•klarer, roter Frucht
Montalcino
Rund um Montalcino trifft Galestro auf kalkhaltige Alberese-Böden. Diese Kombination, zusammen mit Höhenlagen und starken Tag-Nacht-Unterschieden, bildet die Basis für Brunello di Montalcino. Typisch sind:
•hohe Tanninstruktur
•Langlebigkeit
•komplexe Aromenschichten, die Zeit benötigen
Emilia-Romagna & Marken
Außerhalb der Toskana stehen Sangiovese-Reben häufig auf lehmigeren Böden. Hier entstehen eher zugängliche, fruchtbetonte Weine, die weniger auf maximale Struktur und mehr auf Trinkfluss setzen. Diese Varianten lassen sich oft früher genießen und sprechen ein breiteres Publikum an.
Sangiovese treibt früh aus und reift spät. Er ist auf lange, stabile Vegetationsperioden angewiesen, ohne extreme Hitze. Die besten Ergebnisse stammen daher aus Lagen, in denen:
•Wärme
•Höhenlage
•gute Ventilation
Ventilation
•und deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht
in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden.
Ampelographische Eigenschaften – Die „DNA“ des Sangiovese
Sangiovese besitzt dünnschalige Beeren, was ihn anfällig für Fäulnis und Krankheiten machen kann. Gleichzeitig ist genau diese Eigenschaft mitverantwortlich für:
•eine eher transparente, mittelkräftige Farbe
•eine markante, frische Säure
•griffige, aber bei kontrolliertem Ertrag feinkörnige Tannine
Die Rebsorte gilt als ausgesprochen terroirsensibel. Klonwahl, Pflanzdichte und Ertragssteuerung beeinflussen Stil und Qualität stark. Je nach Ansatz des Winzers reicht die Bandbreite von einfachen, unkomplizierten Alltagsweinen bis hin zu tiefgründigen Lagenweinen mit jahrzehntigem Reifepotenzial.
Aromenprofil – Typisch, aber nicht uniform
Sangiovese besitzt ein wiedererkennbares Aromengerüst, das sich je nach Region, Ausbau und Reifegrad unterschiedlich ausprägt. Typische Noten sind:
•helle bis dunkle Kirschen
•rote Pflaume
•getrocknete Kräuter, Kräutertee
•Tomatenblatt, dezente Erdigkeit
Mit Flaschenreife erweitert sich das Spektrum häufig um:
•Tabak
•Leder
•getrocknete Kräuterwürze
•dezent balsamische Töne
Entscheidend ist: Sangiovese soll nicht über Fruchtfülle definiert werden, sondern über Frische, Struktur und Kräuterwürze. Überreife, marmeladige Weine passen stilistisch nicht zu dieser Rebsorte und wirken schnell unausgewogen.
Ertrag – Qualität
Mit rund 65.000–70.000 Hektar gehört Sangiovese zu den meistangebauten Rotweinsorten Italiens.