Dünner Strahl Olivenöl trifft auf die Oberfläche und bildet sanfte, goldene Wellen.

Olivenöl & Oliven

Olivenöl gehört zu den prägendsten Agrarprodukten Griechenlands und ist untrennbar mit Landschaft, Kultur und regionaler Identität verbunden.

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          Struktur des Anbaus:

          Der Olivenanbau in Griechenland ist historisch gewachsen und bis heute überwiegend familiengeführt. Kleinflächige Haine prägen das Bild; industrielle Monokulturen spielen kaum eine Rolle. Diese Struktur begrenzt zwar die Erntemengen, schafft jedoch die Grundlage für konstante Qualität, selektive Handlese und eine klar nachvollziehbare Jahrgangsprägung. Griechisches Olivenöl ist daher weniger standardisiert, dafür deutlich herkunftsbezogen.

          Olivensorten – funktionale und sensorische Differenzierung

          Zwischen Öl- und Tafeloliven besteht in Griechenland eine klare Trennlinie. Beide Kategorien folgen eigenen agronomischen Zielen und sensorischen Profilen.

          Öloliven

          Die Sorte Koroneiki bildet das Rückgrat der griechischen Olivenölproduktion und steht für mehr als 60 Prozent des Gesamtvolumens. Sie liefert aromatisch dichte, polyphenolreiche Olivenöle mit ausgeprägter Stabilität, grüner Frucht, präziser Bitterkeit und feiner Schärfe – Eigenschaften, die insbesondere bei nativem Olivenöl extra gefragt sind.

          Tafeloliven

          Tafeloliven sind eigenständige Kulturen und bewusst positionierte Spezialitäten:
          •Kalamata (Kalamon) aus Messinia – kräftige Struktur, fleischiger Biss, natürliche Fermentation
          •Amfissa aus Zentralgriechenland – mild, rund und ausgewogen
          •Chalkidiki aus Chalkidiki – großbeerig, grün, frisch und knackig
          •Throuba von Thassos – am Baum fermentiert, intensiv und charakterstark

          Zentrale Anbauregionen für Olivenöl

          Die Stilistik griechischer Olivenöle ist stark regional geprägt:
          Peloponnes – strukturierte, intensive Öle mit deutlichem Koroneiki-Fokus
          Kreta – trockenes Klima, hohe Polyphenolgehalte, ausgeprägte Frische
          Lesbos – mildere, fruchtbetonte und harmonische Stilistik

          Darüber hinaus produzieren nahezu alle griechischen Inseln Olivenöl, meist in kleinen, terroirgeprägten Mengen mit lokaler Identität.

          Herstellung und Qualitätsdefinition

          Hochwertiges griechisches Olivenöl entsteht durch eine frühe bis mittlere Lese, eine möglichst schnelle Verarbeitung nach der Ernte, Kaltpressung unter 27 °C sowie eine ausschließlich mechanische Extraktion. Im Fokus stehen aromatische Tiefe, Textur und Herkunftsausdruck – nicht Neutralität oder technische Glättung.

          Produktionsmenge und Jahrgangsdynamik

          Griechenland erzeugt jährlich etwa 250.000 bis 300.000 Tonnen Olivenöl, von denen über 80 Prozent als natives Olivenöl extra klassifiziert sind. Die Produktionsmengen schwanken deutlich und reagieren sensibel auf klimatische Bedingungen, was die ausgeprägte Jahrgangsabhängigkeit unterstreicht.

          Sensorische Qualitätsmerkmale

          Ein hochwertiges Olivenöl lässt sich an klaren Kriterien erkennen: transparente Herkunfts- und Sortenangaben, frische grüne Aromatik, spürbare Bitterkeit mit feiner Schärfe sowie niedrige Säurewerte.

          Ursachen des Preisanstiegs

          Der deutliche Preisanstieg bei griechischem Olivenöl ist strukturell bedingt. Klimawandelbedingte Ernteausfälle, zunehmender Schädlingsdruck, steigende Energie-, Glas- und Transportkosten sowie eine wachsende globale Nachfrage treffen auf kleinstrukturierte Betriebe ohne Skaleneffekte. Qualität bleibt dadurch hoch, Verfügbarkeit und Preis jedoch volatil.

          Zwei Menschen stoßen im Weinberg mit Weinflaschen an und lächeln sich herzlich an.

          Über uns

          Träne der Olive