Reben im Gegenlicht der untergehenden Sonne, dahinter sanfte Hügel unter dunklen Wolken.

Griechische Weine

Das Land verfügt über ein außergewöhnlich differenziertes Weinbauklima – von den kühlen Höhenlagen Nordgriechenlands bis zu den vulkanischen Böden der Ägäis.

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Alpha Estate Xinomavro Reserve Vieille Vignes

€27,90
Regulärer Preis €27,90
Stückpreis€37,20l
Verfügbar in 1 jahgang

    Alpha Estate Omega Ausverkauft

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    Alpha Estate Alpha One

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    Stückpreis€104,00l
    Verfügbar in 1 jahrgang

      Regionen & Inseln

      Nordgriechenland (Makedonien, Epirus, Thrakien)

      Naoussa und Amyndeon stehen für ein kontinentales Profil: kühle Winter, große Tag-Nacht-Spanne, kalk- und lehmhaltige Böden. Xinomavro liefert hier straffe, tanninbetonte Rotweine mit hoher Säure und bemerkenswerter Langlebigkeit. In Epirus (Zitsa) bringt Debina helltönige Weißweine mit feiner Säure und subtiler Floralität hervor; das Bergklima verlängert die Vegetationszeit und schärft die Konturen.

      Peloponnes (Nemea, Mantinia)

      Nemea ist Agiorgitiko-Land – von saftig-fruchtig bis ernsthaft und strukturstark. Die Spannweite entsteht durch Lagen von 200 bis 850 m, differierende Böden und Lesezeitpunkte. Mantinia wiederum liegt hoch und kühl; Moschofilero zeigt dort Zitruszeste, Rosenblätter, kühle Kräuter und eine kristalline Textur.

      Ägäische Inseln (Santorin, Samos, Limnos)

      Santorin ist Terroir in Großbuchstaben: aschige Vulkanböden, Wind, Salz, gleißendes Licht. Assyrtiko bleibt selbst in Hitze asketisch straff, mit salziger Mineralik und karger, fast steinig wirkender Frucht. Samos pflegt die Muskat-Tradition – von trocken aromatisch bis süß/likörweinartig, oft aus Terrassenlagen. Limnos ergänzt die Inselstilistik mit eigenständigen Spielarten und alten Reben.

      Ionische Inseln & Kreta

      Kefalonias Robola bringt kalkige, zitronige, sehr trockene Weißweine mit kühler Spannung. Kreta ist Labor und Archiv zugleich: ein Geflecht aus autochthonen Reben (z. B. Vidiano, Liatiko, Thrapsathiri, Romeiko) und moderner Vinifikation – mediterran, aber zunehmend präzise.

      Terroir im Fokus – wie Herkunft den Stil prägt

      •Vulkanisch: Poröse, nährstoffarme Böden (Santorin) fördern niedrige Erträge, dichte Phenolik und eine salzige, steinig-trockene Haptik.
      Hochlagen & Kontinentalität: In Nordgriechenland verlängern Höhenmeter die Reife, bewahren Säure und schaffen kühle Aromatik; Tannin wirkt fester, Gerbstoffe feinkörniger.
      Küstennahe, mediterrane Lagen: Wind, Lichtreflexion und Meeresnähe fördern Reife bei gleichzeitiger Frische; die Weine wirken duftoffen, aber nicht breit.

      Entscheidend bleibt die Winzerhandschrift: Rebalter, Lesezeitpunkt, Holzmaß und Ausbau entscheiden darüber, ob Herkunft zur klaren Linie oder zur stilistischen Überformung wird.

      Rebsorten – autochthon, selten und international

      Autochthone Highlights

      •Assyrtiko: Architektengeradlinig, salzig, mit drahtiger Säure; von puristisch trocken bis zu langlebigem Vinsanto.
      Xinomavro: Tomatenblatt, rote Beeren, getrocknete Kräuter; hohe Säure, kerniges Tannin, großes Reifefenster.
      Agiorgitiko: Kirsch-bis Pflaumenfrucht, samtigeres Tannin; in kühleren Lagen mit Würze und Grip, vielseitig vom Rosé bis zum strukturierten Rot.
      Debina & Robola: Ziselierte Weißweine mit kalkiger Spannung; gastronomische Allrounder.
      Weitere Entdeckungen: Malagousia (duftig, aber zunehmend ernsthaft vinifiziert), Vidiano (Kreta, gelbe Frucht + Kreide), Liatiko (helle, würzige Rotweine).

      Seltenere Sorten

      •Mavrotragano (Santorin): Dunkel, würzig, rar; wirkt inseltypisch salzig-trocknend und gleichzeitig sämig in der Frucht.
      Dafni, Plyto, Melissaki, Thrapsathiri (Kreta): Kleinflächen, hohe Eigenständigkeit – eine Spielwiese für terroirgetriebene Weißweine.

      Internationale Einflüsse

      Cabernet, Merlot, Syrah, Chardonnay & Co. sind präsent, meist als Cuvée-Partner oder in klarer, moderner Interpretation. Die besten Beispiele respektieren die mediterrane Herkunft und jagen nicht dem internationalen Einheitsstil hinterher.

      Lesezeitpunkte & Kellerentscheidungen

      Von inseltypisch früher Lese (Ende August/Anfang September) bis zu späten Hochlandern (September/Oktober) ist alles möglich. Präzision entscheidet: zu frühe Lese = hart und karg; zu späte = alkoholisch und breit. Ausbau bewegt sich zwischen Edelstahl-Transparenz, großem Holz (Fuder/Foudre) und fein dosierter Barrique. Spontanvergärung, längere Hefelager und Amphore werden selektiv, nicht dogmatisch eingesetzt.

      Zwei Menschen stoßen im Weinberg mit Weinflaschen an und lächeln sich herzlich an.

      Über uns

      Träne der Olive