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Die Renommiertesten Winzer des Landes
Regionen
Alpha Estate Xinomavro Reserve Vieille Vignes
Alpha Estate Omega Ausverkauft
Alpha Estate Alpha One
Regionen & Inseln
Nordgriechenland (Makedonien, Epirus, Thrakien)
Naoussa und Amyndeon stehen für ein kontinentales Profil: kühle Winter, große Tag-Nacht-Spanne, kalk- und lehmhaltige Böden. Xinomavro liefert hier straffe, tanninbetonte Rotweine mit hoher Säure und bemerkenswerter Langlebigkeit. In Epirus (Zitsa) bringt Debina helltönige Weißweine mit feiner Säure und subtiler Floralität hervor; das Bergklima verlängert die Vegetationszeit und schärft die Konturen.
Peloponnes (Nemea, Mantinia)
Nemea ist Agiorgitiko-Land – von saftig-fruchtig bis ernsthaft und strukturstark. Die Spannweite entsteht durch Lagen von 200 bis 850 m, differierende Böden und Lesezeitpunkte. Mantinia wiederum liegt hoch und kühl; Moschofilero zeigt dort Zitruszeste, Rosenblätter, kühle Kräuter und eine kristalline Textur.
Ägäische Inseln (Santorin, Samos, Limnos)
Santorin ist Terroir in Großbuchstaben: aschige Vulkanböden, Wind, Salz, gleißendes Licht. Assyrtiko bleibt selbst in Hitze asketisch straff, mit salziger Mineralik und karger, fast steinig wirkender Frucht. Samos pflegt die Muskat-Tradition – von trocken aromatisch bis süß/likörweinartig, oft aus Terrassenlagen. Limnos ergänzt die Inselstilistik mit eigenständigen Spielarten und alten Reben.
Ionische Inseln & Kreta
Kefalonias Robola bringt kalkige, zitronige, sehr trockene Weißweine mit kühler Spannung. Kreta ist Labor und Archiv zugleich: ein Geflecht aus autochthonen Reben (z. B. Vidiano, Liatiko, Thrapsathiri, Romeiko) und moderner Vinifikation – mediterran, aber zunehmend präzise.
Terroir im Fokus – wie Herkunft den Stil prägt
•Vulkanisch: Poröse, nährstoffarme Böden (Santorin) fördern niedrige Erträge, dichte Phenolik und eine salzige, steinig-trockene Haptik.
•Hochlagen & Kontinentalität: In Nordgriechenland verlängern Höhenmeter die Reife, bewahren Säure und schaffen kühle Aromatik; Tannin wirkt fester, Gerbstoffe feinkörniger.
•Küstennahe, mediterrane Lagen: Wind, Lichtreflexion und Meeresnähe fördern Reife bei gleichzeitiger Frische; die Weine wirken duftoffen, aber nicht breit.
Entscheidend bleibt die Winzerhandschrift: Rebalter, Lesezeitpunkt, Holzmaß und Ausbau entscheiden darüber, ob Herkunft zur klaren Linie oder zur stilistischen Überformung wird.
Rebsorten – autochthon, selten und international
Autochthone Highlights
•Assyrtiko: Architektengeradlinig, salzig, mit drahtiger Säure; von puristisch trocken bis zu langlebigem Vinsanto.
•Xinomavro: Tomatenblatt, rote Beeren, getrocknete Kräuter; hohe Säure, kerniges Tannin, großes Reifefenster.
•Agiorgitiko: Kirsch-bis Pflaumenfrucht, samtigeres Tannin; in kühleren Lagen mit Würze und Grip, vielseitig vom Rosé bis zum strukturierten Rot.
•Debina & Robola: Ziselierte Weißweine mit kalkiger Spannung; gastronomische Allrounder.
•Weitere Entdeckungen: Malagousia (duftig, aber zunehmend ernsthaft vinifiziert), Vidiano (Kreta, gelbe Frucht + Kreide), Liatiko (helle, würzige Rotweine).
Seltenere Sorten
•Mavrotragano (Santorin): Dunkel, würzig, rar; wirkt inseltypisch salzig-trocknend und gleichzeitig sämig in der Frucht.
•Dafni, Plyto, Melissaki, Thrapsathiri (Kreta): Kleinflächen, hohe Eigenständigkeit – eine Spielwiese für terroirgetriebene Weißweine.
Internationale Einflüsse
Cabernet, Merlot, Syrah, Chardonnay & Co. sind präsent, meist als Cuvée-Partner oder in klarer, moderner Interpretation. Die besten Beispiele respektieren die mediterrane Herkunft und jagen nicht dem internationalen Einheitsstil hinterher.
Lesezeitpunkte & Kellerentscheidungen
Von inseltypisch früher Lese (Ende August/Anfang September) bis zu späten Hochlandern (September/Oktober) ist alles möglich. Präzision entscheidet: zu frühe Lese = hart und karg; zu späte = alkoholisch und breit. Ausbau bewegt sich zwischen Edelstahl-Transparenz, großem Holz (Fuder/Foudre) und fein dosierter Barrique. Spontanvergärung, längere Hefelager und Amphore werden selektiv, nicht dogmatisch eingesetzt.